Wege ins Ungewisse
Ein Weg, der viel wichtiger war als das Ziel selbst?
Lange habe ich gegrübelt. Immer wieder dachte ich:
“Das ist nicht die richtige Antwort.”
Eine schwere Frage hat sich Martina da ausgedacht!
Aber… ich stelle mich den Dingen. Es ist nicht ein Weg, der wichtiger als das Ziel war, vielmehr sind es viele Wege… Ich war vielleicht 14 Jahre alt, meine Cousens sieben und neun Jahre.
Wir lebten in Berlin, nahe am Kurfürstendamm. Sonntags kamen unsere ganzen Familienangehörigen zusammen. Meine Aufgabe war es dann, mich mit Micha und Andi zu beschäftigen. Bei schönem Wetter durften wir dann vor die Tür gehen. Anstelle in der Nähe zu bleiben, machten wir uns auf den Weg, von der Uhlandstraße, wo ich wohnte, einfach los zu gehen. Gerade aus, dann links, dann rechts, dann dort, dann immer weiter. Einer von den Jungs zog wieder eine Ecke weiter. Irgendwann waren wir dann an uns völlig unbekannten Orten.
Ein Blick auf die Uhr sagte mir, wir sollten den Heimweg antreten.
Aber, wo ging es lang? Wo waren wir hergekommen? Wo wollten wir lang?
Ich hatte eine so miserable Orientierung, dass wir uns wirklich verlaufen hatten.
Jetzt begann der spannendste Teil unseres Wegs:
„Entschuldigen Sie bitte, wie kommen wir in die Uhlandstraße?“, so fragten wir. Ich hatte echt keine Ahnung, wo wir waren. Aber die Uhlandstraße war und ist ja bekannt in Berlin und so konnten uns nette Menschen helfen, unseren Weg zu finden. Klar, das Ziel war mein Zuhause, wo meine Eltern, meine Tanten und Onkels nichts von unseren sonntäglichen Ausflügen wussten. Sie hätten sich bestimmt große Sorgen um uns gemacht. Wir hatten nie unser Ziel im Auge behalten, wir freuten uns jedes Mal auf diese Wege. Und manchmal hatten wir richtig Angst, weil wir merkten, dass wir weit weg von zu Hause waren.
Keiner von uns dreien hat je den Erwachsenen verraten, was wir gemacht haben. Sie hätten es uns bestimmt verboten.
Es sind seither einige Jahrzehnte vergangen, beide Jungs sind schon lange gestorben. Aber diese Erinnerung bleibt: „Der Weg war unser Ziel!“
Hast du Erinnerungen an eine Nachtwanderung und kannst Du uns davon berichten, lieber Rolf?
Ika
März 10th, 2009 at 00:24
Herrlich! Danke, liebe Ika. Das erinnert mich an meine Mofafahrten, mit denen ich mir mit 14 die Stadt Bern neu zusammensetzte.
Gut so 
Und nochmal danke, denn Rolf war gerade händeringend hier
Na, dann sind wir mal gespannt, was er zu erzählen hat - und das hat er, da kannst du sicher sein. Aber wen er weiterschickt und womit … darauf bin ich noch viel mehr gespannt!
Dodo
März 11th, 2009 at 18:27
Ach, wie schön, liebe Ika. Freut mich sehr, dass du meine Aufgabe so schön bewältigt hast.
Liebe Grüße,
Martina
März 11th, 2009 at 19:40
Hallo Dodo
danke für das Lob.
Armer Rolf.
Nee, ich meine wirklich, dass er das nach diesem “Schöpfungsphasenurlaub” gut bewältigen kann. *ggg*
Bin schon gespannt, wann er das macht.
Solltest das vielleicht auf einen würfel schreiben.
Hallo Martina,
danke für das Lob.
Freut mich.
Liebe Grüße an euch
Ika
März 19th, 2009 at 00:54
Liebe Ika,
gute Idee, das mit dem Würfel.
Dodo
April 23rd, 2009 at 08:44
Ups….Liebe Ika,
Habs echt “vergessen”. Aber ich werde es nun dieses Wochenende endlich erledigen. Wirklich. Grosses “Pionierehrenwort”.
rolf
Mai 10th, 2009 at 21:46
Na, was ist denn das für ein Ehrenwort gewesen? *schimpf*
Nun aber ran an die Bouletten.
Gruß
Ika
Mai 20th, 2009 at 11:13
Ja, echt, ein Mann, ein Wort, da sieht man´s mal wieder
Ich trippel hier auch schon ungeduldig mit den Hufen *schimpf auch*
LG Wally
April 7th, 2010 at 20:16
Liebe vor sich hin “trippelnde”…? - wieso nicht trampeln?
-
Schon gut, schon gut. Ehe ich hier noch geteert und gefedert werde, oder mich deine “Hufe” am Rücken blank kratzen, werde ich nun langsam mal mich “bequemen”.
Also viele Worte, wenig Sinn…. “Ich werde in den nächsten Tagen” endlich meine “Nachtgeschichte” hier zum Besten geben.
Aber bitte höre endlich auf mit deinen Hufen hier zu scharren. Das klingt ja “grusig”.
:-)
Wally, Du hast Recht. Ein Mann ein Wort. Ich wusste natürlich schon immer, dass ich kein “richtiger” Mann in dem Sinne von einem Wort bin, oder sein kann. Ich brauche immer mehrere.
Ganz verschüchtert und klein….rolf
Mai 27th, 2010 at 09:06
So, so, lieber Rolf …
…
Zitat: ^Ich werde in den nächsten Tagen ..^ …tja, manchmal fühlen sich ein paar Tage an wie mehrere Wochen, manchmal werden auch aus Tagen Wochen ohne dass man es bemerkt
Lg Wally,
nun ganz energisch mit den Hufen scharrend