Archive for März, 2009

Spam

Sonntag, März 15th, 2009

Liebe Leser und Schreiber, innen und aussen,

leider habe ich hier wieder Spamkommentare. Ich muss daher den einen oder andern Beitrag für Kommentare sperren. Wenn ihr also irgendwo nichts posten könnt, tut es einfach bei einem andern Beitrag, zum Beispiel dem hier. Danke fürs Verständnis.

Dodo

Wege ins Ungewisse

Dienstag, März 10th, 2009

Ein Weg, der viel wichtiger war als das Ziel selbst?
Lange habe ich gegrübelt. Immer wieder dachte ich:
“Das ist nicht die richtige Antwort.”
Eine schwere Frage hat sich Martina da ausgedacht!

Aber… ich stelle mich den Dingen. Es  ist  nicht ein Weg, der wichtiger als das Ziel war, vielmehr sind es viele Wege… Ich war vielleicht 14 Jahre alt, meine Cousens sieben und neun Jahre.
Wir lebten in Berlin, nahe am Kurfürstendamm. Sonntags kamen unsere ganzen Familienangehörigen zusammen. Meine Aufgabe war es dann, mich mit Micha und Andi zu beschäftigen. Bei schönem Wetter durften wir dann vor die Tür gehen. Anstelle in der Nähe zu bleiben, machten wir uns auf den Weg, von der Uhlandstraße, wo ich wohnte, einfach los zu gehen. Gerade aus, dann links, dann rechts, dann dort, dann immer weiter. Einer von den Jungs zog wieder eine Ecke weiter. Irgendwann waren wir dann an uns völlig unbekannten Orten.
Ein Blick auf die Uhr sagte mir, wir sollten den Heimweg antreten.
Aber, wo ging es lang? Wo waren wir hergekommen? Wo wollten wir lang?
Ich hatte eine so miserable Orientierung, dass wir uns wirklich verlaufen hatten.
Jetzt begann der spannendste Teil unseres Wegs:
„Entschuldigen Sie bitte, wie kommen wir in die Uhlandstraße?“, so fragten wir. Ich hatte echt keine Ahnung, wo wir waren. Aber die Uhlandstraße war und ist ja bekannt in Berlin und so konnten uns nette Menschen helfen, unseren Weg zu finden. Klar, das Ziel war mein Zuhause, wo meine Eltern, meine Tanten und Onkels nichts von unseren sonntäglichen Ausflügen wussten. Sie hätten sich bestimmt große Sorgen um uns gemacht. Wir hatten nie unser Ziel im Auge behalten, wir freuten uns jedes Mal auf diese Wege. Und manchmal hatten wir richtig Angst, weil wir merkten, dass wir weit weg von zu Hause waren.
Keiner von uns dreien hat je den Erwachsenen verraten, was wir gemacht haben. Sie hätten es uns bestimmt verboten.
Es sind seither einige Jahrzehnte vergangen, beide Jungs sind schon lange gestorben. Aber diese Erinnerung bleibt: „Der Weg war unser Ziel!“

Hast du Erinnerungen an eine Nachtwanderung und kannst Du uns davon berichten, lieber Rolf?

Ika