Archive for August, 2007

Haaaaallllooooooo……..

Dienstag, August 21st, 2007

Liebe ausharrenden Freundinnen und Freunde!

Ich kann euch leider nichts von meiner Reise erzählen, denn ich bin so gut wie blind. Da ich keine Augen habe, bin ich auf die Worte angewiesen, die jemand in mich hineinschreibt, und da ich keinen Mund habe und kein Handy, muss dieser Jemand einen Internetanschluss finden, über den er berichten kann, wo ich mich befinde. Tja, und so reise ich weiter ins Ungewisse, sammle oder vergammle, wer weiss das schon?

Euer blaues Buch

Verschollen?

Sonntag, August 19th, 2007

Ist mein Buch wirklich verschollen? Hat tatsächlich niemand den Mut, hier rein zu schreiben, wo es sich befindet? Ich verspreche, es gibt keine kommerziellen Hintergründe und auch sonst keinen Haken an der Geschichte. Es ist einfach ein Versuch, eine Reise der andern Art. Irgendwie schade, wenn es nicht klappt. Macht mir doch die Freude und meldet euch, ja? Bitte!

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Montag, August 6th, 2007

hmmm… ich hoffe ja schon, dass es dem Buch gut geht und nicht irgendwelche Spassvögel es in den See geworfen haben …
Aber sicher erlebt es gerade wunderschöne Ferien irgendwo in den Bergen oder ist unterwegs nach Holland oder hilft jemandem, mit seiner Krise fertig zu werden oder ….

Postkarten bitte an “Fahrt ins Blaue!” ;-)

Start auf einer Bank im Bonstettenpark Thun

Donnerstag, August 2nd, 2007

…  meine Verlegerin hat auch noch eine ganze Weile mein Schicksal beobachtet. Der Anfang war vielversprechend. Das erste Pärchen, das sich mir näherte, bemerkte mich zwar, beriet sich darüber, beschloss aber, das suspekte Ding lieber nicht zu berühren und zog weiter. Doch schon die zweite Gruppe setzte sich hin, blätterte und der Mann hinterliess eine nette Seite. Herzlichen Dank hierfür, die Freundschaft am Thunersee sei erwidert.
Ja, meine Verlegerin hat’s gelesen, denn beim Zusehen kam ihr plötzlich die Erkenntnis, dass ich ja gar kein Schreibzeug dabei hatte. Nicht jedermann läuft schliesslich mit Kugelschreiber in der Tasche herum. Also holte sie mich nochmal zurück, fuhr nach Hause, las und ergänzte das Päckchen mit Kugelschreiber und Bleistift.

Wieder am selben Ort und mit Eis und einem Buch zum Lesen ausgerüstet harrte sie in Blickweite meines weiteren Schicksals. Aber obwohl an diesem herrlichen schweizerisch feierlichen Tag jede Menge Leute sich hinsetzten, war es wie verhext. Entweder war plötzlich nicht mehr nur die Tüte durchsichtig oder wenn sich tatsächlich jemand überwinden konnte, seine Neugier zuzugeben und den Plastiksack zu öffnen, dann zuckte er sofort zurück beim Anblick von handgeschriebenen Seiten. Waren es die Stifte, die den Anschein eines privaten Tagebuches erweckten?
Nach Stunden gab sie es schliesslich auf und überliess mich meinem Schicksal. Dumm nur, dass der Sack nicht mehr geschlossen und für die Nacht Regen angesagt war. Doch schliesslich versprach der Abend noch lang und publikumsreich zu werden.

Und irgendjemand hat mich dann schliesslich doch noch mitgenommen …

Nochmal Erklärung

Donnerstag, August 2nd, 2007

Nun haben mir schon ein paar Leute zu verstehen gegeben, dass sie mein Projekt nicht verstehen.
“Du hast ein leeres Buch irgendwo ausgesetzt???” Ja, genau das habe ich. Das tönt ja nun, als ob ich eine Rabenmutter wäre, aber ich würde es eher als Lehr- und Wanderjahre bezeichnen, was ich meinem blauen Buch zumute. Es soll weiterziehen, Beiträge sammeln und vielleicht irgendwann wieder zurückfinden. Eine Schnapsidee vielleicht, aber ich versuche es halt mal. Es schadet ja niemandem. Obwohl man es meinen könnte, wenn man den Leuten zusieht.

Ein Buch macht blau

Mittwoch, August 1st, 2007

Es passt. Heute ist der 1. August, Schweizer Nationalfeiertag, ein Land macht blau.

Heute wurde mein Blog freigeschaltet, denn in Deutschland arbeitet man.

Ich kann losziehen. Wie ich gehört habe, werde ich also mit Knallereien und Raketen in die Welt hinauskatapultiert, von den schönsten Lichtmalereien am Himmel willkommen geheissen. Gibt es einen schöneren Start zu einer Fahrt ins Blaue?

Mein erstes Plätzchen liegt irgendwo am Thunersee. Finde mich und verlege mich weiter.

Das blaue Buch

Das Projekt

Mittwoch, August 1st, 2007

Die Idee entstand an der Buchmesse Basel. Ein österreichischer Kleinverlag sucht “Verleger”, die Bücher wortwörtlich irgendwo “verlegen” und somit in Umlauf bringen. Eine witzige Sache, dachte ich, aber ich möchte nicht bereits geschriebene Bücher verlegen, sondern ein leeres, das sich somit selbst schreibt.

Nun ist es auf dem Weg und es ist blau, mein Buch, das die Fahrt ins Blaue wagt. Vielleicht findest du es, oder hast es schon gefunden.

Diese Seite hat einzig den Zweck, den Weg des blauen Buches mitzuverfolgen. Ich hoffe natürlich stark, dass es eines Tages über diese Seite zu mir zurück findet. Dann würde ich es überarbeiten und versuchen, daraus eine Druckversion zu erstellen. Oder … wie ich heute in der Zeitung gelesen habe, kann sogar eine handschriftliche Arbeit gedruckt werden und von Interesse sein. Nun gut, wir sind nicht Pete Doherty, aber wer weiss, wer alles in dieses Buch schreiben wird?

Ich bin also über jeden Hinweis dankbar, der mir zeigt, wo sich das blaue Buch befindet und wie es mit ihm vorangeht. Dazu musst du einen Kommentar zu dem letzten Eintrag unter “Fahrt ins Blaue” schreiben. Von Zeit zu Zeit werde ich daraus eine kurze Zusammenfassung als nächsten Beitrag einstellen.

Ich baue ganz stark auf die Ehrlichkeit und Mitschreibefreudigkeit der Finder. Es geht mir nicht darum, an diesem Buch zu verdienen. Im Gegenteil, es würde mich wohl einiges an Zeit und Geld kosten, wenn ich es wirklich eines Tages verlegen lassen könnte. Aber ich bin einfach gespannt auf die vielen Geschichten, Bilder und Impressionen, die normalerweise ins Leere gedacht werden und so vielleicht zu Papier kommen und andern Leuten eine Freude machen oder sie zum Denken anregen können.

Und dir danke ich, dass du mir hier deine Meinung oder auch Anregung dazu mitteilst. Auch dieser Blog darf ein Eigenleben entwickeln.

Herzliche Grüsse,

Dodo